Mikrowellen Tipps

Tipps zu Ihrer Mikrowelle

Percy Spencer (1894 – 1970) war ein Mitarbeiter beim US-amerikanischen Hochfrequenztechnikhersteller Raytheon. Bei der Arbeit an einem Radargerät merkte er, dass ein Schokoriegel in seiner Tasche geschmolzen war. Die so entdeckten Mikrowellen wurden erstmals 1947 für ein Gerät verwendet.

Wie funktionieren Mikrowellen?

Grundsätzlich wird elektromagnetische Energie in Wärmeenergie. Etwa ein Drittel der aufgenommenen Energiestrahlung wird nicht zum Erhitzen der Speisen verwendet, sondern tritt als Abwärme wieder aus. Die Mikrowellen werden verteilt, beispielsweise durch das Drehen der Speisen auf einem Teller und durch die Reflektion eingebauter Metallwände. Mikrowellenherde erwärmen nur die Speise, nicht den Ofen oder dessen Umgebung.

So setzen Sie die Mikrowelle richtig ein


  • Auftauen (circa 180 – 240 Watt) ist in der Mikrowelle einfach möglich. Wer gleichmäßig auftauen will, sollte flache Lebensmittel dabei wenden. Suppen oder Gemüse müssen gerührt werden. Am schnellsten können Sie Brot oder Brötchen auftauen. Eine beispielsweise für Kinder lustige Idee ist das Erhitzen von Schokoküssen in der Mikrowelle. Man darf dabei das Schaumgebäck nur einige Sekunden erhitzen, wodurch der Überzug leicht anschmilzt.
  • Beim Aufwärmen (etwa 300 – 400 Watt), aber auch beim Garen, sollten Sie eine mikrowellengeeignete Abdeckung (am besten aus Plastik) verwenden, die die Speisen vor dem Austrocknen schützt. Gleichmäßiger werden Lebensmittel mit unterschiedlicher Größe warm, wenn Sie sie zerteilen. Ein Beispiel dafür sind Klöße, die sie in Scheiben schneiden können.
  • Auch das Garen von rohen Speisen ist in der Mikrowelle möglich (ungefähr 500 – 700 Watt). Befeuchten Sie dabei die einzelnen Essensstücke mit Wasser, beim Garen von Gemüse empfiehlt es sich, ein bis zwei Esslöffel Wasser hinzuzufügen. Bestimmte Lebensmittel trocknen Hitze über 750 Watt in der Mikrowelle aus. Sie können beispielsweise nahezu alle Fleisch- und Fischsorten garen. Rindfleisch und Wild eignen sich nicht, da sie an ihrer Oberfläche austrocknen. Eier können im Gerät nur ohne Schale gekocht werden. Auch bei hartgekochten Eier muss durch Zerteilen der Innendruck verhindert werden, da es sonst platzt. Der Vorteil beim Garen im Mikrowellenherd besteht darin, dass es ohne Fett möglich ist und somit deutlich kalorienärmer gekocht werden kann. Weitere Hinweise zur Dauer des Garens finden Sie hier.
  • Wenn Sie Geschirr verwenden, darf dies keine Metallelemente enthalten, beispielsweise einen Goldrand. Auch Porzellan enthält in seiner Lasur Blei, der die Mikrowellen nicht durchlässt. Verwenden Sie am besten mikrowellentaugliches Geschirr.
  • Achten Sie beim Kauf einer Mikrowelle auf die geeignete Größe, klare Angaben zu der Wattleistung der einzelnen Stufen, falls die Zahlen nicht angegeben sind sowie auf den Stromverbrauch. Eine Auswahl an Mikrowellen bietet beispielsweise der Elektronik-Fachhändler Redcoon online an. Mikrowellen sind ab etwa 60 Euro erhältlich, der Preis kann jedoch bis zu achtmal so hoch sein.

Fazit

Mikrowellen bieten einige Möglichkeiten, stromsparend und kalorienarm zu kochen. Beachten Sie jedoch die vorangegangenen Hinweise, ansonsten können Sie – wie bei einem traditionellen Herd – mit Ihrem Essen eine böse Überraschung erleben. Für Menschen, die nicht viel Zeit haben, ist sie in jedem Fall zumindest eine sinnvolle Ergänzung zum traditionellen Herd.

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1 Kommentar zu Tipps zu Ihrer Mikrowelle

  1. mikrowelle test 21. November 2013 at 8:50 pm #

    Ich weiss noch wie ich das erste mal hörte, man könne Eier in der Mikrowelle garen. Als meine Mutter mich dabei erwischte, wie ich ein halbes Dutzend Eier in der Mikrowelle sprengte, gab es einen guten Satz heisse Ohren 😀

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